21.12.2017 16:17 Alter: 1 Jahre
Kategorie: Startseite, Presse
Von: Roman Winkelhahn

„Man wächst an seinen Aufgaben“ - Ehemalige Abiturientin Nicola Suermann spricht mit der Q2 über ihre Karriere bei „Deloitte“


Ihr Abitur hat sie vor gerade einmal sieben Jahren an unserer Schule gemacht, doch schon jetzt ist Nicola Suermann, gebürtige Dalhäuserin, erfolgreiche Angestellte im Bereich der Bankenaufsicht des Dienstleistungsunternehmens „Deloitte“ im Hauptsitz in München.

„Deloitte“ gehört zu den Big Four, den weltweiten Marktführern der Wirtschaftsprüfungsunternehmen, und verzeichnet unter ihnen den größten Umsatz. Wie kommt man vom Gymnasium auf dem Land ins deutsche Hauptquartier eines Mega-Unternehmens?

Auch Nicola Suermann hat klein angefangen. Mit den LKs Mathematik und Sozialwissenschaften räkelte auch sie sich durchs Abitur (Herrn Knop, der die Veranstaltung organisiert hat, gefällt diese Fächerkombi sehr). „Mathe bei Verfuß und Sowi bei Herrn Dreier haben mich zu der entscheidenden Frage geführt: Was will ich später eigentlich machen?“, erzählt Nicola. Im Selbstlernzentrum blätterte sie durch eine Zeitung und fand einen Artikel über Geldpolitik. „Das kannte ich noch aus Sowi!“ Die Herrn Kittels LKler stöhnen. Der Artikel brachte Nicola weiter. Nach dem Abitur absolvierte sie ihr dreijähriges Studium bei der Deutschen Bundesbank und reiste für das Geldinstitut quer durch die Republik. „Der Vorteil des dualen Studiums ist die Unabhängigkeit“, erklärt Nicola. Für 1000 Euro Netto arbeitet man doch gerne in den Semesterferien. „Ein Job ist euch später garantiert! Firmen stecken heutzutage unglaublich viel Geld in den Nachwuchs.“ Außerdem sei die Uni eine ganze Ecke theoretischer. Manchen liegt die Praxis einfach besser.

So schön das Studium auch sein kann, der Kontakt zu neuen Menschen, die Freiheit: „Ihr werdet euch noch nach der Schulzeit zurücksehnen.“ Später werde alles stressiger, erzählt Nicola. Daher gilt schon jetzt: „Strengt euch an!“

Inzwischen arbeitet Nicola bei „Deloitte“ in München und prüft die Buchführung einer dort ansässigen Bank. „Ich bin immer beim Kunden“, betont sie. Das Unternehmen überprüft, ob alle bankenaufsichtlichen Regelungen eingehalten werden. Im Problemfall wird ein Bericht an die Deutsche Bundesbank geschickt. „Dann kümmern die sich.“

Was sie im nächsten Jahr erwartet, weiß Nicola noch nicht. „Mal schauen“, sagt sie. Ein Tipp noch: Vor allem im Assessment Center – laut Herrn Knop die „Potenzialanalyse für große Kinder“ und laut Nicola ein fancy Begriff für ein gängiges Einstellungsverfahren – gilt es, Ruhe zu bewahren. „Schickt viele Bewerbungen ab und habt mehrere Alternativen“, rät sie. „Alle anderen kochen auch nur mit Wasser!“