30.09.2019 17:46 Alter: 18 Tage
Kategorie: Startseite, Presse
Von: Nils Knipping

Zwischen „Dunkeldeutschland“ und „Hypezig“ - Reisebericht über die Studienfahrt nach Leipzig


Pünktlich am Montag um 8:00 Uhr begann auch für unseren Erdkunde Leistungskurs die Woche. Allerdings diesmal mit der Abfahrt per Bus in Richtung Leipzig.

Angekommen in Leipzig wurden wir direkt von Susann Krüger unserer ortskundigen Begleiterin für die bevorstehende Woche begrüßt. Danach ging es auch schon los und wir konnten durch eine kleine Stadtführung in der Innenstadt schon mal einen ersten Eindruck von Leipzig gewinnen. Besonders interessant waren dabei die Informationen zur neu gebauten Universität und der Kirche in der die Montagsdemos ihren Ursprung hatten. Am Abend konnten wir dann den Anreisetag locker ausklingen lassen.

Am Dienstag ging es dann in die einzelnen Leipziger Viertel um zu erfahren, was die Stadtentwicklung in Leipzig ausmacht und ausgemacht hat. In Kleingruppen erkundeten wir am Vormittag Leipzigs Süden und konnten dort erfahren wie aus einem Arbeiterviertel mit Industriekomplexen ein modernes Studentenviertel wurde. Mit neu genutzten Industriegebäuden wie dem Feinkost Gelände oder dem Werk 2, aber auch alten Mietshäusern die jetzt von Studenten bewohnt und in Eigenregie renoviert wurden. Am Nachmittag ging es dann in die Eisenbahnstraße im Leipziger Osten. Hier entwickelte sich seit dem Mauerfall ein „Multikulti-Viertel“, das jetzt aber gentrifiziert wird und man direkt neben alten DDR-Bauten bereits kernsanierte Wohnhäuser sehen kann. Die Auswertung für diesen Tag nahmen wir im Hinterhof eines Wohnblocks vor und konnten so auch mal hinter die Fassade einer solchen Straße blicken.

Der Mittwochvormittag sollte für uns besonders interessant werden. Es stand nämlich ein Besuch beim MDR und dem Nachrichtensprecher Gunnar Breske anlässlich der sächsischen Landtagswahl auf dem Programm. Nach einer sehr interessanten Führung durch die Studio- und Regieräume des MDR folgte dann ein lockeres Gespräch mit Gunnar Breske im 13. Stock des MDR Gebäudes mit toller Aussicht über Leipzig. Dabei konnten wir einerseits über die Wahl und ihr Ergebnis reden, aber auch Fragen zum Beruf „Nachrichtensprecher“ stellen. Am Nachmittag ging es dann in den Leipziger Westen um unser Klausurthema, den Lindenauer Hafen, zu besuchen. Es war interessant zu sehen, dass auch das Schaffen von Wohnraum nicht das Problem der Wohnungsnot löst, wenn er nicht bezahlbar und oder attraktiv ist. Am Abend konnten wir dann den Tag in den zahlreichen Bars und Kneipen ausklingen lassen.

Der nächste Tag startete dann später als die Vorherigen. Mit einem ganztätigen Seminar zum Thema „Wie will ich leben?“ in den Räumen der Universität konnten wir einen guten Eindruck gewinnen wie wir in Zukunft leben wollen und auch was der Antrieb von Leuten ist die in der Stadt leben oder dort leben wollen. Den letzten Abend ließen wir dann bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.

Am Abreisetag fuhren wir zur Reflektion der Woche dann an den Cospudener See und konnten dort noch die letzten Stunden unserer Studienfahrt, mit zum Teil einer kleinen Erfrischung im See, genießen und die Woche Revue passieren lassen. Gegen Mittag setzte sich dann der Bus wieder in Richtung Weserbergland in Bewegung und uns blieb eine Woche voller neuer Eindrücke und Spaß.