Die Organisation der Erprobungsstufe

Die Erprobungsstufe umfasst die Jahrgangsstufen 5 und 6.

Die Kinder der 5. Klasse werden in der Regel dreizügig in einer Klassenstärke von ca. 25 Schülerinnen und Schülern mit 30 Wochenstunden unterrichtet. Es gibt keinen Nachmittagsunterricht.

Der Übergang von der Grundschule wird durch das von der  Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer gestaltete Einstiegsprojekt „Wir an unserer neuen Schule“ erleichtert. Dieses Projekt wird an den ersten drei Tagen nach den Sommerferien durchgeführt.
Der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer steht jede Woche eine zusätzliche Unterrichtsstunde zur Stärkung der Klassengemeinschaft und zur Förderung des sozialen Lernens in der Klasse zur Verfügung. Die Klassengemeinschaft wird darüber hinaus durch eine einwöchige Kennenlern-Fahrt, die zum Jugendbauernhof in Hardehausen führt, gestärkt.  

Ziel der Erprobungsstufe am Gymnasium ist es, durch gezielte Beobachtung und Förderung der Schülerinnen und Schüler, die Entscheidung für die Schulform Gymnasium sicherer zu machen.

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 bilden eine pädagogische Einheit: Es gibt keine Versetzung im herkömmlichen Sinne. Vielmehr stehen Gespräche zwischen den Fachlehrerinnen und Fachlehrern und der Austausch mit den Eltern im Vordergrund.

Auch ein Erfahrungsaustausch mit den Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern hilft bei der Einschätzung der Fähigkeiten der neuen Schülerinnen und Schüler.

Während dieser ersten beiden Jahre finden an acht Terminen Konferenzen mit allen in der Klasse unterrichtenden Lehrern statt.

Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler findet insbesondere in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik auf der Grundlage differenzierter Diagnoseverfahren statt. Unterstützt wird diese Förderung durch Lernhelfer.

Mit erprobten Tests zur Rechtschreibung wird zu Beginn der Klasse 5 der individuelle Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler festgestellt und es werden individuelle Fördermaterialien eingesetzt. Zusätzlich gibt es für den Deutschunterricht eine Förderstunde.

Durch ein Tutorensystem wird in der Jahrgangstufe 6 bei Lernproblemen gezielt Hilfe angeboten.
Im Fach Musik haben die Schüler die Möglichkeit, im Rahmen des „Bläserprojekts“ das Spielen eines Instrumentes zu erlernen und das Zusammenspiel in einem Bläserensemble zu üben.

 

Bei größeren Problemen ist eine freiwillige Wiederholung der Jahrgangsstufe 5 möglich. Ein vorzeitiger Wechsel der Schulform zum Schuljahresende (d.h. nach Klasse 5) kann empfohlen werden, wenn eine Schülerin oder ein Schüler in einer anderen Schulform besser gefördert werden kann. Die Eltern müssen dies beantragen. Spätestens sechs Wochen vor Beendigung der Klasse 6 wird den Eltern mitgeteilt, ob auf Beschluss der Versetzungskonferenz ein Schulwechsel empfohlen wird. Gleichzeitig wird den Eltern ein Beratungstermin angeboten. Die Höchstverweildauer in der Erprobungsstufe ist 3 Jahre. Mit der Versetzung in die Klasse 7 wird dann auch über die Eignung für das Gymnasium entschieden.