Grundsätze zur Klassenbildung und Unterrichtsverteilung

 

Das Gymnasium Beverungen nimmt zurzeit noch am Modellversuch „Abitur nach  12 oder 13 Jahren“ teil. Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 endet der Modellversuch und das Gymnasium wechselt zum landeseinheitlichen Regelsystem G9. Im Schuljahr 2019/2020 werden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 deshalb auf der Basis der neuen Stundentafel (Abb. 2) unterrichtet, für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 gilt weiterhin die Stundentafel des Modellversuchs (Abb. 1).

 

1.      Klassenbildung

Die Schule muss sich bei der Einrichtung von Klassen an den gesetzlichen Vorgaben orientieren. Dort sind Höchst- und Mindestwerte sowie Richtzahlen angegeben.

Die Anmeldezahlen führen in der Regel zur Bildung von drei Eingangsklassen. Bei der Aufteilung der Schüler auf diese Klassen  wird darauf geachtet,

- dass die Klassengrößen etwa vergleichbar sind,

- dass Schüler derselben Grundschulklasse in eine Klasse kommen,

- dass das Verhältnis von Jungen und Mädchen ausgewogen ist,

- dass Wünsche unter Wahrung der oben angeführten Aspekte angemessen berücksichtigt werden,  

Die nach diesen Grundsätzen gebildeten Klassen werden im Allgemeinen bis zum Ende der Sekundarstufe I fortgeführt.

In Jahren, in denen die Anmeldezahlen zu sehr großen Eingangsklassen führen, wird geprüft, inwieweit die Personalsituation  kleinere Klassen in der Erprobungsstufe ermöglicht. Die Bildung kleinerer Eingangsklassen soll den Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Grundschule erleichtern. So ist auch vor dem Hintergrund einer Herkunft aus unterschiedlichen Bundesländern eine individuelle Förderung und Angleichung der Kenntnisse besser möglich. Zu Beginn der Jahrgangsstufe 7 muss dann gegebenenfalls eine Zusammenlegung zu größeren Klassen erfolgen.

 

2.      Lehrereinsatz

In der Regel führt der Klassenlehrer die Klasse drei Jahre. Dies wird auch für den Fachunter­richt angestrebt, sofern Zwänge der Stundentafel oder pädagogische Überlegungen nicht dagegen stehen. Von den Jahrgangsstufen 5 bis 7 und von 8 bis 10 unterrichten somit vornehmlich dieselben Fachlehrer in den Klassen.

Um in der Jahrgangsstufe 8 einen kompletten Lehrerwechsel zu vermeiden, wird schon mit dem Beginn der Klasse 7 ein Wechsel in einem oder zwei der Hauptfächer angestrebt. Dies eröffnet die Möglichkeit, einem dieser neuen Fachlehrer in der Jahrgangsstufe 8 die Funktion des Klassenlehrers zu übertragen. Hierdurch wird gerade in der Phase der Pubertät ein kontinuierlicher Übergang gewährleistet.

 

3.      Sprachenfolge

Ab Klasse 5 lernen alle Schülerinnen und Schüler als erste Fremdsprache Englisch. In Klasse 6 werden sie im Zuge des bilingualen Unterrichts (1. Halbjahr verpflichtend,  2. Halbjahr freiwillig)  in einem PrepCourse besonders gefördert und so auf eine eventuelle Teilnahme am bilingualen Unterrichtangebot ab der Klasse 7 vorbereitet.

Die zweite Fremdsprache - Französisch oder Latein - wird ab der Jahrgangsstufe 7 hinzugewählt. Für besonders sprachbegabte Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit beide Fremdsprachen im Rahmen eines „Drehtürmodells“ zu erlernen. Zu diesem Zeitpunkt entscheiden die Schülerinnen und Schüler sich auch, ob sie am bilingualen Unterricht teilnehmen.

Ab Klasse 8 wird außerdem Französisch im Differenzierungsbereich als dritte Fremdsprache angeboten. Diese Regelung gilt noch für die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2018/2019 die Jahrgangsstufe 6 und 7 besuchen.

Für  alle Schülerinnen und Schüler wird in der Jahrgangsstufe EF Französisch, Russisch und Spanisch als neu einsetzende Fremdsprachen angeboten. Damit ist sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler, die von anderen Schulformen in die gymnasiale Oberstufe wechseln, bei Bedarf die für das Abitur notwendige zweite Fremdsprache belegen können.

 

4.      Versetzungsrelevante Fächer

Alle Fächer, für die zum Ende eines Halbjahres Zeugnisnoten festgesetzt werden, sind versetzungsrelevant. Dies gilt somit auch für die Fächer, die nur im ersten Halbjahr unterrichtet werden! Dies betrifft  am Gymnasium Beverungen die Fächer Geschichte, Politik und Musik im 9. Schuljahr sowie für das Fach Kunst im 10. Schuljahr zu.

 

5.      Stundentafel

Die Stundentafel der Sekundarstufe I basiert auf den Vorgaben der „Verordnung über die Ausbildung und die Abschlussprüfungen in der Sekundarstufe I vom 10. Juli 2011 bzw. der Genehmigung zum Schulversuch „Abitur nach 12 oder 13 Jahren“ vom 31.Januar 2011 (vgl. Abb.1).

Mit dem Beschluss zur vorzeitigen Beendigung des Schulversuches „Abitur nach 12 oder 13 Jahren“ wird ab dem Schuljahr 2019/2020 die landesweite Stundentafel auch für das Gymnasium Beverungen verpflichtend. In dieser Stundentafel werden die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch sowie die Gesellschafts- und Naturwissenschaften gegenüber dem Modell G8 aufgewertet. Da das Gymnasium Beverungen im Schulversuch einen unterrichtlichen Schwerpunkt auf die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und die Naturwissenschaften gelegt hat, wird es beim Übergang zur neuen Stundentafel lediglich kleinere Änderungen geben. Diese Änderungen, die sich vornehmlich auf die Gesellschaftswissenschaften, Sport und den Differenzierungsbereich  beziehen, werden im Laufe des Kalenderjahres 2019 mitgeteilt.

 

 

 

Abb. 1: Stundentafel für die Sekundarstufe I des Städtischen Gymnasiums Beverungen im Modellversuch "G9"

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Abb. 2: Stundentafel für die Sekundarstufe I des Städtischen Gymnasiums Beverungen des landeseinheitlichen G9 (für die Jahrgänge 5 und 6 ab dem Schuljahr 2019/20)

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