18.06.2020 14:16 Alter: 169 Tage
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Fritz und Frieda - Ein Märchen in Coronazeiten


Es war einmal vor nicht alt zu langer Zeit, da herrschte auf der ganzen Welt ein Virus namens Covid-19. Fritz und Frieda lebten zusammen mit ihren Eltern in einem Haus in einer Stadt. Ihre Eltern waren arbeitslos wegen des Virus. Eines Tages stellten Fritz und Frieda ihr altes Babyphone in das Zimmer ihrer Eltern, um sie abzuhören, weil ihnen wegen Corona langweilig war. Abends hörten sie, wie die Mutter sagte: „Wir haben kaum noch Geld, um unserer Kinder zu ernähren, deshalb müssen wir sie rausschmeißen. Am Besten gleich morgen, wenn wir hinausgehen, um ein Picknick im Wald zu machen.“ Sie hörten aber auch wie ihr Vater grummelte und es eigentlich gar nicht wollte. Also packte Fritz am nächsten Tag sein Handy heimlich in seine Tasche. Fritz und Frieda stiegen ins Auto ein und warteten auf ihre Eltern. Diese kamen auch kurz darauf. Sie fuhren in einen Wald, um dort spazieren zu gehen. Als sie ein Stück gegangen waren, rief der Vater plötzlich: „Ach, sind wir doof, wir haben die Picknicksachen im Auto liegen lassen. Komm Frau, wir holen es schnell. Ihr sucht schon einmal einen gemütlichen Platz zum Picknicken.“ So geschah es und Fritz und Frieda warteten auf einer schönen Lichtung, aber es kam keiner. Also holte Fritz sein Handy heraus, öffnete Google Maps und tippte ihr Zuhause ein. Sie waren noch nicht lange unterwegs, da sahen sie schon ihr Haus. Der Vater war überglücklich, sie wiederzusehen, doch ihre Mutter erfreute sich nicht. Am nächsten Abend nahm die Mutter Fritz das Handy weg, um es in ihrem Zimmer aufzuladen. Und am darauffolgenden Tag gingen sie wieder in den Wald. Aber diesmal konnte Fritz sein Handy nicht mitnehmen und Frieda hatte noch kein Handy. Als sie schon sehr tief in den Wald hineingegangen waren, sagte die Mutter: „Wir holen schnell die Picknicksachen. Geht ihr nur weiter in den Wald und sucht ein schönes Plätzchen, ja?“. Das taten Fritz und Frieda dann auch. Sie warteten und warteten, aber, wie beim ersten Mal, kam niemand, um mit ihnen zu picknicken oder sie abzuholen. Plötzlich kamen zwei verrückt aussehende Wanderer auf sie zu. Diese versprachen den beiden, sie nach Hause zu bringen. Aber als Fritz und Frieda in dem Auto der Wanderer saßen, wurde ihnen klar, dass sie einen Fehler begangen hatten. Anstatt zu ihrem Haus fuhren sie an den Rand der Stadt, wo ein schönes kleines Häuschen stand. Fritz und Frieda stiegen aus dem Auto aus. Der Mann schnappte sich Fritz und brachte ihn in den Keller, wo er ihn in einen Hundekäfig sperrte. Der Mann erklärte ihm, dass er ein rituelles Opfer sei, damit das Corona-Virus besiegt werden könne. Dafür müsse er ihm die rechte Hand abschneiden und verbrennen. Währenddessen brachte die Frau Frieda in die Garage, in der Frieda die Corona-Vorräte sortieren und ordnen sollte. Anschließend musste Frieda Nudeln kochen. Da Fritz so dünn war, bekam er immer zwei Portionen. Nach drei Tagen ging Frieda zufällig zu der Sauna, in der die beiden verrückten Wanderer waren und hörte sie sagen: „Wir müssen heute Abend das Ritual machen, sonst wird das Corona-Virus nie enden.“ Frieda packte die Gelegenheit beim Schopf, trat schnell vor und schloss sie Tür der Sauna ab. Das Paar schrie sie an, sie solle wieder die Tür aufmachen. Aber Frieda hörte nicht hin, sondern rannte in den Keller und befreite Fritz. Danach liefen die Geschwister in die Garage und nahmen so viel Klopapier und Nudeln mit, wie sie tragen konnten. Sie klauten ein Handy, um mit Google Maps den Weg nach Hause zu finden und waren nach ein paar Stunden dort angekommen. Sie klingelten Sturm. Ihr Vater machte auf und sie sprangen ihm in die Arme und zeigten ihm die Unmengen an Sachen, die sie mitgebracht hatten. Der Vater berichtete ihnen, dass ihre Mutter an dem Virus gestorben war. Nach ein paar Monaten war Covid-19 weg und von da an lebten sie glücklich mit ihrem Vater zusammen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

 

Pia Brings 5a