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Projektwoche am Gymnasium Beverungen – Frauen in der Shoah
In der Projektwoche vom 27.01. bis zum 30.01.2026 beschäftigte sich die Jahrgangsstufe 10 intensiv mit einer der wichtigsten und zugleich schwierigsten Thematiken der Geschichte: dem Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg. Gemeinsam mit unserer Partnerschule Yad Vashem aus Jerusalem setzten wir uns mit historischen Ereignissen, persönlichen Schicksalen und den Folgen dieser Zeit auseinander. Unser Fokus lag dabei besonders auf den Lebenswegen jüdischer Frauen aus Beverungen.
Dabei ging es nicht nur um Daten und Fakten, sondern vor allem darum zu verstehen, was die Verfolgung für die Menschen bedeutete und warum die Erinnerungskultur heute noch eine zentrale Rolle spielt. Die Projektwoche bot uns die Möglichkeit, über den regulären Unterricht hinaus die Geschichten der jüdischen Gemeinde Beverungens kennenzulernen.
Bereits am 23.01.2026 nahmen wir an einem Zoom-Meeting mit Steffen Hänschen und weiteren Fachleuten von Yad Vashem teil. Thema war die „Selbstbehauptung von Frauen während und nach der Shoah“. Herr Hänschen erzählte uns die bewegende Geschichte von Fania Brancovskaja, einer jüdischen Widerstandskämpferin, die das Ghetto von Vilnius überlebte und sich später den Partisanen anschloss. Besonders beeindruckend war die Klarheit und Stärke, mit der sie von ihren traumatischen Erlebnissen berichten konnte. Diese persönlichen Schilderungen machten die Geschichte plötzlich sehr real und nahbar. Uns wurde bewusst: Hinter den historischen Daten stecken echte Menschen mit tragischen Schicksalen.
Am ersten Projekttag (27.01.) arbeiteten wir eigenständig mit einer „TaskCard“, die von unseren Geschichtslehrern erstellt worden war. Wir informierten uns über die lokale Geschichte – von der Synagoge bis hin zur Shoah in Beverungen. Ziel war es, Einzelschicksale von jüdischen Bürgern vor und während der NS-Zeit zu erarbeiten. Zudem konnten wir uns in einer von Heimatpfleger Herrn Reichardt betreuten Ausstellung über ehemalige Bürger wie Margarete Rose, Ruth Uhlfelder oder Leopold Rosenstein informieren.
Der folgende Tag stand im Zeichen der Exkursionen. Eine Gruppe um Herrn Reichardt, Frau Sander und Frau Köllinger besuchte das Jakob-Pins-Forum in Höxter. Nach einem kurzen Halt an der Gedenkstätte im Beverunger Rathauskeller erhielten wir in Höxter Einblicke in das Leben und Werk des Künstlers Jacob Pins, der 1917 in Höxter geboren wurde und fliehen musste. Die zweite Gruppe, die von mit Frau Bornemeier, Frau Vieth und Herrn Kanne betreut wurde, erkundete währenddessen Beverungen zu Fuß. Trotz schlechten Wetters besichtigten die Schüler Denkmäler, ehemalige Wohnhäuser jüdischer Familien und den Standort der ehemaligen Synagoge in der Langen Straße.
Am Donnerstag und Freitag wurde es kreativ: In Kleingruppen gestalteten wir eigene Projekte. Es entstanden beeindruckende Arbeiten, darunter ein Modell eines Ghettos aus Lego, informative Pinnwände, Broschüren und Zeitungen. Den Abschluss bildete die feierliche Eröffnung unserer Ausstellung am Freitagvormittag. Auch Bürgermeister Tino Wenkel besuchte uns, hielt eine bewegende Rede und ließ sich die Ergebnisse präsentieren. Dank der Unterstützung des Yad-Vashem-Lehrerteams ist eine bemerkenswerte Ausstellung zum Thema „Frauen in der Shoah“ entstanden.









