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Momente für die Ewigkeit: „Corona“-Abitur 2021 am Gymnasium Beverungen

Hatte man schon 2020 dem Abiturjahrgang in der Geschichte des Gymnasium Beverungen einen besonderen Platz zugesprochen, weil unter den Bedingungen der Corona-Pandemie ungewöhnliche Umstände gemeistert werden mussten, so trifft das auf die diesjährigen Abiturienten in noch viel stärkerem Maße zu: Maskenpflicht, (digitales) Lernen auf Distanz, Wechselunterricht, die ständig sich ändernden Lernbedingungen forderten den Schülerinnen und Schülern Einiges ab. Dennoch wurden das letzte Schuljahr und die Prüfungsvorbereitung von Schülern und Lehrern erfolgreich gemeistert und schlussendlich konnten 56 glückliche Menschen am Ende dieser wechselhaften Sekundarstufe II in ihr weiteres Leben entlassen werden, nachdem sie sich erfolgreich durch schriftliche und mündliche Prüfungen gekämpft hatten.

Die Schule hatte nach Bemühungen von Stadt und Schulleitung und aufgrund der sich entspannenden Corona-Zahlen doch zu einer feierlichen Übergabe der Zeugnisse laden können, wenn auch wie im letzten Jahr an anderem Ort und in anderer Form als sonst. Vor der Verabschiedung im elegant geschmückten großen Saal der Stadthalle war von den Abiturienten ein ökumenischer Gottesdienst in Dalhausen organisiert worden. Festlich gekleidet versammelte man sich dann in der Stadthalle, allerdings durfte jeder Abiturient mit nur maximal vier Angehörigen erscheinen und musste mit Abstand zu den Mitschülern sitzen. Auch das Kollegium war lediglich von den Lehrern vertreten, die den Jahrgang unterrichtet hatten. Als weitere Gäste hatten sich der Beverunger Bürgermeister Hubertus Grimm, Jörg Latzel als Elternvertreter sowie die Schülervertreter Emeli Popp und Michael Brack in der Stadthalle eingefunden und gratulierten den Schülerinnen und Schülern in ihren Redebeiträgen zum bestandenen Abitur. Für einen würdigen und abwechslungsreichen musikalischen Rahmen sorgten die beiden Musiklehrer Michael Schauka und Isabell Winzen mit Unterstützung einiger Kollegen, sowie die Abiturientinnen Elena Kirch am Klavier und Sigrun Köhncke an der Violine.

Ein besonderes Highlight war die Abschiedsrede der Betreuungslehrer Julia Schrader und Stefan Wüsthoff, die statt einer klassischen Rede ein Video beisteuerten, in welchem sie den Abiturienten einen selbstgedichteten Text zur Melodie von „Calm after the Storm“ mit Gesang und Ukulele darbrachten. Mit dem Refrain „Da ist so viel, das bleibt, vergessen all das Leid, Momente für die Ewigkeit“ wünschten sie den Abgängern, dass sie nach dem turbulenten langen Weg durch die Schulzeit nun die Möglichkeiten nutzen können, die sich ihnen in der Welt bieten.

Wie seine Vorredner fand auch Schulleiter Benedikt Marpert in seiner Abschiedsrede treffende, heitere und zuweilen kritische Worte zur Besonderheit dieses Abiturs und den Bedingungen für den Jahrgang, bevor er dann mit Oberstufenkoordinator Andreas Fischer die Zeugnisse überreichte. Als bester Schüler des Jahrgangs, der sich mit dem Abiturmotto „ABI looking for freedom“ vom Gymnasium verabschiedete, wurde Magnus Mathias (Abiturdurchschnitt 1,0) geehrt. Er bekam den von dem ehemaligen Schulleiter gestifteten und nach ihm benannten Karlheinz Meyer-Preis überreicht. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Elena Kirch (Abiturdurchschnitt 1,2) und Valentin Fleckner (Abiturdurchschnitt 1,4).