Vive la France! Projekt „FranceMobil” macht Halt am Gymnasium Beverungen

Bald müssen sich die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen Folgendes fragen: Welche zweite Fremdsprache will ich lernen? Ulysse Labate, Lektor bei „FranceMobil”, bewies ihnen spielerisch, dass das Fach Französisch eine gute Wahl ist.

Er ist einer von zwölf Muttersprachlern, die vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Institut Français auf eine Reise durch das Nachbarland geschickt wurden, um an Schulen für die französische Sprache zu werben. Die Eindrücke, die Labate dabei vermittelt, sollen den jungen Schülern bei der Fremdsprachenwahl helfen. Mit Ideen, Musik und guter Laune im Gepäck besuchte er auch das Gymnasium Beverungen, wo er den Schülern der fünften und sechsten Klassen seine Heimat näher brachte. So fiel den Teilnehmern auf, dass einige Wörter ziemlich gleich klingen – oder zumindest so ähnlich geschrieben werden wie im Deutschen. Ein fröhliches „Salut” versteht jeder, und wer aufmerksam gelauscht hat, als Ulysse seine Lieblingslieder präsentierte, konnte auch „éléphant” und „clown” nicht überhören. Während des gemeinsamen Lernens standen Bewegung, Teamarbeit und Fantasie besonders im Mittelpunkt. Plötzlich wurde eine fremde Sprache ganz einfach – und spannend.

Das Ziel des Projekts ist es, den Schülerinnen und Schülern, die sich noch unsicher bei der Wahl ihrer zweiten Fremdsprache sind, bei ihrer Entscheidung zu helfen. Entweder man konnte sich für die moderne französische Sprache begeistern, oder man ist sich immer noch nicht ganz sicher. Doch eines steht fest: Spaß hatte jeder!

'cinéma français '

Das Gymnasium Beverungen nahm mit über 25 frankophilen Schülern an dem Kulturprojekt 'cinéma français ' der VHS teil und amüsierte sich köstlich über die Komödie 'Verstehen Sie die Béliers ?' 

Eine Woche, für ein Leben: Besuch aus France! (2014)

Ein Bericht von Svea Neumann

Vom 1. Juni bis zum 7. Juni herrschte Ausnahmezustand für die achte Klasse am Gymnasium Beverungen: Die französischen Austauschschüler aus Abbeville sind endlich da!

Gleich Sonntag gegen 18 Uhr kamen die Franzosen an und mit Getränken und Musik wurden sie herzlich begrüßt. Nach kurzer Verarbeitung des „Neuen“ begaben sich die Gastfamilien auch schon mit ihren neuen Familienmitgliedern nach Hause.

Am nächsten Tag hieß es erst mal Schule. Eigentlich konnte sich kaum einer konzentrieren, die Austauschschüler sind viel interessanter als Parabeln in Mathe. Als die 6 Stunden „endlich“ zu Ende waren, traf man sich schon im „Aquarium“, um die Gruppen für das Stadtspiel einzuteilen. Kleine Aufgaben, die nach Nationalität unterschiedlich waren, mussten in Beverungen auf einer Karte gefunden werden. Pyramiden bauen für Ägypten, Buhl für Frankreich oder auch Fußball für Brasilien. Nachdem sich alle wieder in der Schule eingefunden hatten, hieß es auch schon wieder den Heimweg anzutreten.

Mit kleinen privaten Grillfesten klang der Abend langsam aus. Alle wollten für Dienstag fit sein.

Da hieß es auch gar nicht erst Schule, sondern Sport im Kletterpark „Treerock“ in Silberborn. Dort verflog die Zeit auf den unterschiedlichen Parcouren auch schon wie im Fluge. Danach ging es auch wieder schnell in den Bus, ab nach Godelheim/Höxter zu den Godelheimer Seen. Erst lecker Riesenburger essen und dann gestärkt Tretboot fahren gehen. Die Sonne schien, das Wasser war angenehm kühl, also hieß es: „ab ins Wasser!“   Kaum abgekühlt musste man sich schon wieder in den Bus setzen und den Abend im Freibad oder mit einem netten Film beenden.

Mittwoch ging es wieder völlig aufgedreht in die Schule, danach aber in mehreren Gruppen zum Bogenschießen, ins Fitnessstudio oder in die heimische Sporthalle, um die gemeinsame Zeit mit Sport und Spaß zu genießen.

Am Donnerstag fuhr man auch schon nach Kassel um den imposanten Herkules zu bestaunen und genug Fotos von den Kaskaden zu machen. Bei angenehmem Wetter hat der Einkaufsbummel in der Stadt auch wirklich viel Spaß gemacht.

Leider war Freitag schon der letzte Tag, der mit Schule begann, mit einem freien Nachmittag weiter ging und mit einem einprägsamem Abschlussabend in der Cöppicusscheune in Ottbergen endete. Gutes Essen, tolle Stimmung, perfektes Wetter und kühle Getränke machten den Abend zum Highlight der Woche. Nette Gespräche, tolle Fotos und neue Freundschaften entstanden und haben den Abend zu dem gemacht, was er geworden ist. Spät abends hieß es dann ins Bett fallen und die Woche Revue passieren lassen.

Samstagmorgen trudelte man langsam zur Schule und mit vielen Tränen verschwanden die französischen Austauschschüler auch schon langsam hinter den Kurven.

Diese Woche wird so schnell nicht vergessen werden…

Oh là là, comme c’est bon!


Vom 27.09. bis 6.10. begaben sich 21 Französischkinder der 8.Klasse auf die andere Seite des Rheins

Ein Bericht von Leonie Heubaum

… Nach einer kleinen Panne und einer ca. elfstündigen Busfahrt kamen wir müde, aber doch aufgeregt in Paris an. Nachdem wir in unserem Hostel eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Eifelturm. Endlich konnte unsere Entdeckungsreise quer durch Paris losgehen!
Diese war einfach mega… Wir waren alle sehr erstaunt vom Eifelturm, den wir bei schönem Sternenhimmel und leuchtenden Lichtern bewundern konnten. Unsere Müdigkeit war wie verflogen.

Nachdem wir den ersten Eindruck verdaut hatten, fuhren wir den Eifelturm hinauf und konnten Paris von oben bestaunen. Danach machten wir uns auf zum Triumphbogen (l’Arc de Triomphe).

Noch nach Mitternacht fuhren wir dann mit der Metro zurück zum C.I.S.P. (so hieß die Jugendherberge).

Nach dem ausgiebigen Frühstück am nächsten Tag fuhren wir zum Place de la Bastille, Centre Pompidou, zur Kathedrale Notre Dame, dem absoluten Nullpunkt von Paris (geographisch gesehen…) und machten eine Stadtrallye und eine Bootsfahrt über die Seine. Dort haben wir die älteste Brücke und das kleinste Haus in Paris gesehen.

Am Samstag wollten wir eigentlich zu den Katakomben, aber dort war ein Problem mit der Lüftung. Also gingen wir shoppen. Wir hatten 2 Stunden Freizeit und trafen uns dann am Gare du Nord.

In bester Stimmung fuhren wir dann zum Porte de Clignancourt, einem riesigen Flohmarkt, der ca. so groß ist wie Beverungen und Lauenförde zusammen. Endlich konnten sich alle ihre heiß ersehnten Dr. Dre-Kopfhörer und Ray Ban-Brillen kaufen (für 10 €…).

Um 15 Uhr ging es dann nach Abbeville zu unseren Autauschfamilien, die schon beim Collège Millevoye auf uns warteten. Nach dem Wochenende in der Familie freuten wir uns am Montag darauf, uns wieder zu sehen. In der Woche erlebten wir sehr viel, wenn auch meistens ohne die Austauschschüler.

Wir gingen zum Beispiel golfen, machten eine Bootstour über das Meer, eine Stadtrallye in Abbeville, eine Wattwanderung, bei der wir in weiter Ferne Robben sehen konnten, besuchten einen Kletterpark und vieles mehr. Am Freitagabend waren wir bowlen und haben im Anschluss eine Abschiedsparty gemacht. Dort flossen die ersten Tränen bei manchen Mädchen... Am nächsten Morgen war dann der Tag der Abreise. Der Abschied fiel allen richtig schwer und es haben viele geweint. Wir freuen uns alle schon riesig darauf, wenn die Franzosen im Mai zu uns kommen.

Deutsch-französischer Schüleraustausch Beverungen - Abbeville (Picardie) 2012/13

(MU): In diesem Jahr jährte sich zum 31. Mal der schon traditionelle deutsch-französische Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Beverungen und den beiden Collèges Ponthieu und Millevoye in Abbeville (Picardie). Nachdem die deutschen Schüler im Herbst vergangenen Jahres unter der Leitung von Frau Saltan und Herrn Urbaniak nach Frankreich gefahren waren, war es nun an ihnen, ihre französischen "correspondants" zu empfangen.

    Ein abwechslungsreiches Programm, das die erfahrene Austauschlehrerin Frau Huge mit Rat und Tat unterstützte, sollte den Gästen ihren Aufenthalt versüßen. Dazu gehörten ein Stadtspiel in Beverungen, ein Ausflug in die Rattenfängerstadt Hameln (dessen Geschichte vom Rattenfänger auch in Frankreich bekannt ist), ein Besuch der Rodelbahn in der Münchhausenstadt Bodenwerder, verschiedene sportliche Aktivitäten, wie Bogenschießen unter der Anleitung unseres Beverunger Franzosen Serge Oldenbourg, ein gemeinsamer Abend mit Schülern und Eltern in der Cöppicus-Scheune in Ottbergen bei deftigem Essen und Tanz, eine Besichtigung des Weser-Skywalks bei Karlshafen sowie eine Abschiedsparty der Schüler in der Turnhalle des Gymnasiums. Von zentraler Bedeutung bei diesem "séjour linguistique" (Sprachaufenthalt) war natürlich die Teilnahme der französischen Schüler am deutschen Unterricht und am Leben in der deutschen Gastfamilie.

    Nach einer Woche intensiver Eindrücke und persönlicher Kontakte fasste Deutschlehrerin Christine Dubuc vom Collège Ponthieu zusammen: "Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse war der Austausch ein voller Erfolg! Die Stimmung war wirklich gut!" Und trotz hier und da behaupteter Verdrossenheit der deutsch-französischen Beziehungen flossen bei der Verabschiedung der französischen Gäste wieder einmal die Tränen.