Unterrichtsinhalte Geschichte

Lehrplan für das Fach Geschichte in der Sekundarstufe I an unserer Schule

Themen in den einzelnen Jahrgangsstufen:

Jahrgangsstufe 6 

1: Frühe Kulturen und erste Hochkulturen
Älteste Spuren menschlichen Lebens im weltweiten Überblick
Altsteinzeitliche Lebensformen und neolithische Revolution
Frühe Hochkulturen an einem ausgewählten Beispiel

2: Antike Lebenswelten - Griechische Poleis und Imperium Romanum
Lebenswelt griechische Polis
Rom - vom Stadtstaat zum Weltreich
Herrschaft, Gesellschaft und Alltag im Imperium Romanum

3: Was Menschen im Altertum voneinander wussten
Weltvorstellungen und geografische Kenntnisse in Afrika, Europa, Asien
Interkulturelle Kontakte und Einflüsse (z.B. Herodot oder Feldzug und Reich Alexanders)

4: Europa im Mittelalter
Die Grundlagen: Romanisierung, Christentum, Germanen
Lebenswelten in der Ständegesellschaft
Formen politischer Teilhabe in Frankreich, England und im römisch-deutschen Reich

Kompetenzschwerpunkte:

Die Schüler/-innen erwerben in dieser Jahrgangsstufe im besonderen Maße folgende Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen:
Den historischen Raum als menschlichen Handlungsraum in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft charakterisieren.
Die Zeit als Dimension kennen und zutreffende Zeit- und Ortsangaben benutzen.
Epochale kulturelle Errungenschaften und wesentliche Herrschaftsformen der jeweiligen Zeit beschreiben.
Spuren der Vergangenheit identifizieren und erläutern.
Am Beispiel der Archäologie beschreiben, wie Wissenschaftler forschen und aus Funden Ergebnisse ableiten.
Geschichtskarten und Schaubilder untersuchen und die enthaltenen Informationen benennen.
Historische Sachverhalte beschreiben.
Motive, Bedürfnisse und Interessen von betroffenen Personen und Gruppen nachvollziehen (Fremdverstehen).
In einfacher Form Zusammenhänge zwischen politischen und sozialen Ordnungen erklären.
Auf der Grundlage geschichtlichen Wissens Rollen in Spielsituationen nachgestalten und sich in Andere hineinversetzen.


Jahrgangsstufe 7 + 8


1: Was Menschen im Mittelalter voneinander wussten
Wertvorstellungen und geografische Kenntnisse in Asien und Europa
Formen weltweiten kulturellen Austauschs (christliche Missionierung, Pilgerreise, Ausbreitung des Islams, Handelsreisen)
Neben- und Gegeneinander von Juden, Christen und Muslime am Rande des Abendlandes

2: Neue Welten und Horizonte
Geistige, kulturelle, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Prozesse
Stadtgesellschaft
Renaissance, Humanismus, Reformation
Europäer und Nicht-Europäer - Entdeckungen und Eroberungen

3: Europa wandelt sich
Revolutionäre, evolutionäre und restaurative Tendenzen
Absolutismus am Beispiel Frankreichs
Französische Revolution
Revolution in Deutschland 1848/49 und deutsche Einigung 1871
Industrielle Revolution an einem regionalen Beispiel

4: Imperialismus und Erster Weltkrieg
Triebkräfte imperialistischer Expansion
Imperialistische Politik in Afrika und Asien
Großmachtrivalitäten
Merkmale des Ersten Weltkriegs

Kompetenzschwerpunkte:

Die Schüler/-innen erwerben in dieser Jahrgangsstufe im besonderen Maße folgende Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen:
Wesentliche Entwicklungen im Zusammenhang beschreiben.
Die Schüler/-innen wissen, dass es sich bei der Darstellung von Geschichte um eine Deutung handelt.
Selbstständig Informationen beschaffen und in Bibliotheken und im Internet recherchieren.
Unterschiedliche Perspektiven erfassen und sie zutreffend wiedergeben.
In Ansätzen das Handeln von Menschen analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten.
Sachverhalte im Hinblick auf Interessenbezogenheit, beabsichtigte und unbeabsichtigte Nebenfolgen analysieren und beurteilen.
Argumente aus historischen Deutungen beurteilen.
Aus dem Wissen und den Einsichten über die Vergangenheit Konsequenzen für die Gegenwart entwickeln.
Die Schüler/-innen prüfen, ob der erreichte Wissensstand als Basis für ein Urteil zureichend ist.
In Ansätzen begründete Werturteile formulieren und diese gegebenenfalls revidieren.
Alltagshandeln in historischer Perspektive thematisieren.
Geschichtliche Ereignisse oder Entscheidungssituationen sachgerecht nachgestalten.
Erlernte Methoden konkret anwenden, Deutungen formulieren, sie für die Präsentation vor Öffentlichkeit aufbereiten und nach außen vertreten.
Historische Sachverhalte problemorientiert und adressatengerecht medial darstellen und präsentieren.


Jahrgangsstufe 9

1: Neue weltpolitische Koordinaten
Die Oktoberrevolution 1917 und der Stalinismus in Russland/in der Sowjet-union
Der Aufstieg der USA zur Weltmacht (1865-1945)

2: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Die Zerstörung der Weimarer Republik und Etablierung des nationalsozialistischen Herrschaftssystems in Deutschland
Entrechtung, Verfolgung und Ermordung europäischer Juden, Sinti und Roma, Andersdenkender

3: Neuordnungen der Welt und Deutschland nach 1945
Etablierung des „Blocksystems“ in der Welt auf Grundlage unterschiedlicher Vorstellungen von Wirtschaft und Gesellschaft
Deutsche Teilung und Einbindung der beiden deutschen Staaten in die
„Blöcke“
Zusammenbruch des kommunistischen Systems, deutsche Einheit und europäische Einigung

4: Was Menschen früher voneinander wussten und heute von-einander wissen
Erfindung des Buchdrucks und digitale Revolution oder
Reisen früher und heute oder
Selbst- und Fremdbild in historischer Perspektive

Kompetenzschwerpunkte:

Die Schüler/-innen erwerben in dieser Jahrgangsstufe im besonderen Maße folgende Sach-, Methoden- und Urteilskompetenzen:
Wesentliche Entwicklungen im Zusammenhang beschreiben.
Deutungen auf der Basis von Quellen entwickeln und die Perspektive wechseln, um die Sichtweisen Anderer adäquat zu erfassen.
Informationen identifizieren, die für die gestellte Frage relevant sind, den Hauptgedanken benennen, die gedanklichen Verknüpfungen darstellen und die Schlüsselwörter oder den thematischen Kern erschließen.
Elementare Schritte der Interpretation von (Text-)Quellen und der Analyse von Sekundärliteratur anwenden.
Aus den Einsichten über die Vergangenheit Konsequenzen für die Gegenwart entwickeln.
In Ansätzen begründete Werturteile formulieren und diese gegebenenfalls zugunsten besser begründbarer Urteile revidieren.