GymBev auf Reisen - Schüleraustausch mit Gymnasium „Harmonie“ in Velikij Novgorod

Eine erlebnisreiche Woche verbrachten vor den Herbstferien acht Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und Q1, die sich begleitet von Russischlehrerin Jana Greve und Schulleiter Karl-Günter Marquardt zum Schüleraustausch nach Velikij Novgorod in Russland aufgemacht hatten.

Nach einer etwas chaotischen Anreise – zwei Schüler hatten den Zug in Ottbergen verpasst und mussten nach Paderborn hinterherreisen, ein Schüler wurde wegen einer Schere an der Flughafenkontrolle „rausgefischt“ – waren sie gegen Abend müde in Novgorod angekommen und wurden von den Gastfamilien begrüßt, die die deutschen Gäste dann auch sofort mit nach Hause nahmen. In den nächsten Tagen lernten die Schülerinnen und Schüler vormittags den Alltag der Partnerschule kennen, wobei sie vor allem Deutschunterricht besuchten und auch immer wieder als „Hilfslehrer“ bzw. Referenten über Deutschland eingespannt wurden. Nachmittags standen dann Ausflüge und Besichtigungen auf dem Programm, die die Kultur und Geschichte der ehemaligen Hansestadt Novgorod näher brachten. So wurden zum Beispiel der Novgoroder Kreml’ oder das Museum im Facettenpalast, dem ehemaligen Bischofssitz, besichtigt. Leider war das Wetter nicht immer ideal für Exkursionen im Freien, was jedoch der Stimmung nicht unbedingt abträglich war. Besonders viel Spaß machten wieder einmal die volkstümlichen Spiele im Zentrum für Volkskunst. Grundsätzlich stand in diesem Jahr das Thema „Tanz“ ein wenig im Mittelpunkt des Programms, sei es nun in besagtem Volkskunstzentrum oder beim Besuch einer Tanzschule.

Eigentlicher thematischer Schwerpunkt des Besuchs war aber die Arbeit an dem gemeinsamen Projekt „Leben am Fluss – Zwei Städte im Vergleich“, bei welchem die russischen und deutschen Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zu selbst gewählten Unterthemen forschen und eine Präsentation für das 600-jährige Stadtjubiläum Beverungens erarbeiten.

Zum Abschluss der Austauschwoche stand noch der traditionelle Besuch der russischen Metropole St. Petersburg an, welche als Millionenstadt einen imposanten Kontrast zum eher kleinstädtischen Velikij Novgorod darstellte. Voll mit neuen Eindrücken kam die deutsche Gruppe schließlich wieder in Beverungen an und freut sich nun auf den Antwortbesuch der russischen Partner Ende April 2017, bei dem sich alle für die enorme russische Gastfreundschaft revanchieren wollen.